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Methodik der Portfolio-Analyse

Datenherkunft, Portfolio-Bildung, Rechenkonventionen, Konfidenzmaße und die Grenzen der Auswertung.

Datenherkunft

Jede Strategie liegt als Paar aus Trade-Liste und Equity-Kurve vor; dazu kommt die SPY-Tagesreihe als Marktreferenz. Jede Zahl der Analyse ist aus genau diesen Dateien ableitbar. Ein automatisierter Test rechnet Stichproben mit einem unabhängigen Parser direkt aus den Rohdateien nach.

Portfolio-Bildung

Das Portfolio entsteht als Union-Fusion über die volle Historie aller gewählten Strategien: jede fließt an ihrem eigenen Backtest-Start ein (staggered entry) und wird täglich nach dem gewählten Schema über die an dem Tag aktiven Strategien rebalanciert.

Alle Portfolio-Kennzahlen stammen aus dieser einen realen Tageskurve. Es gibt keine zweite, aus Einzelkennzahlen zusammengesetzte Fassung.

Rechenkonventionen

Alle Kurven starten bei 100 und rechnen additiv in Basiskapital-Punkten. Ein Punkt entspricht damit einem Prozentpunkt auf das Startkapital, ohne Zinseszins-Effekt.

Drawdowns sind basiskapital-relativ und werden als positive Tiefe ausgewiesen.

Die Karte einer einzelnen Strategie zeigt zwei gängige Fassungen nebeneinander, jede beschriftet. Der Max Drawdown steht als Hauptwert vom Start (in Prozent des Startkapitals, wie die NFA es für Programme mit fester Positionsgröße vorsieht, und so handeln die Strategien) und daneben vom Hoch (in Prozent des Kontohochs, wie QuantDesk und die CFTC rechnen). Es ist derselbe Rückgang in Währung; nur der Nenner unterscheidet sich, und der Unterschied wächst mit dem Konto. Der Calmar der Karte folgt der QuantDesk-Definition (mittlere Trade-Rendite mal Trades je Jahr, durch den Drawdown vom Hoch). Der Sharpe der Karte rechnet auf täglichen Kontoergebnissen; der Sharpe je Trade der QuantDesk-Karte steht als eigener Wert daneben. Der Sortino teilt durch alle Perioden, nicht durch die Verlusttage allein.

In jeder Tabelle, in der eine Strategie neben dem Portfolio oder dem SPY steht, gilt eine Rechenart je Zeile: Drawdown und Calmar kommen dort für alle Spalten aus der Tagesschlusskurve, startbezogen, so wie das Portfolio selbst gerechnet wird. Die Kartenwerte vom Hoch und nach QuantDesk stehen in diesen Tabellen nicht.

Beträge je Trade (die Expectancy) stehen in der Kontowährung der jeweiligen Strategie und sind nicht auf eine gemeinsame Währung umgerechnet.

Gerundet wird erst an der Ausgabe-Grenze des Rechen-Dienstes, nie im Rechenweg.

Konfidenz

Die PSR (Bailey und López de Prado) schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der beobachtete Sharpe echt positiv ist. Sie korrigiert für Schiefe, schwere Ränder, Track-Länge und Autokorrelation.

Neben jedem Backtest-Ergebnis steht die Zahl der geprüften Konfigurationen. Wer viele Varianten durchprobiert, findet auch ohne Vorteil eine gute, und ohne diese Zahl ist ein Ergebnis nicht einzuordnen.

Grenzen

Alles in der Portfolio-Analyse ist eine in-sample-Rückrechnung auf historischen Daten und keine Prognose.

Die Equity-Kurven sind realisierte Tages-P&L am Trade-Exit, kein Intraday-Marking. Bei Strategien mit mehrtägigen Positionen weicht der Verlauf deshalb von einer Intraday-Kurve ab.

SPY-Vergleiche gelten nur dort, wo die Konvention identisch ist, und sind sonst als solche gekennzeichnet.

Was diese Analyse nicht ist: keine Anlageberatung, keine Renditeprognose und keine Zusicherung künftiger Ergebnisse. Historische Simulationen können künftige Marktphasen nicht vorwegnehmen.