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Schritt 1 · Konto und Regelsatz

Die vier Gesamtverlust-Mechaniken, die Tagesverlust-Härten, die Kontraktgrenze und was das Modell systematisch untertreibt.

Schritt 1 legt fest, gegen welche Mechanik gerechnet wird. Alles Weitere hängt daran.

Warum ein Gitter und keine Anbieterliste

Eine Mechanik trägt kein einziges numerisches Feld. Sobald sie „3 Prozent Drawdown, 6 Prozent Ziel" trägt, weil ein bestimmter Anbieter das so hat, ist sie ein Preset unter neutralem Namen, und die Achse ist entwertet.

Der Satz, der dann übrig bleibt, ist der wertvollere: „Mitlaufend auf Tagesschluss schlägt statisch ab Faktor 0,8 bei deinem Portfolio" gilt weiter, auch wenn ein Anbieter morgen seine Regel ändert.

Die Modellsuche führt trotzdem vom Markennamen zur Mechanik, die für das Modell belegt ist, samt dem Satz, aus dem sie folgt. Kontogröße und Limits bleiben deine Eingabe, denn ein Modellname sagt nicht, welche Konfiguration du gekauft hast.

Die vier Gesamtverlust-Mechaniken

MechanikVerhalten
StatischDie Schranke steht fest beim Startsaldo minus Gesamtverlust und bewegt sich nie.
Mitlaufend, eingefrorenDie Schranke läuft dem Höchststand nach, bleibt aber stehen, sobald sie einen bestimmten Punkt erreicht.
Mitlaufend, ohne EinfrierenDie Schranke läuft dem Höchststand dauerhaft nach.
Mitlaufend, laufend geprüftWie mitlaufend ohne Einfrieren, aber der Höchststand wird laufend fortgeschrieben und nicht nur zum Tagesschluss.

Die Kontogröße geht nur bei einer Mechanik wirklich ein

Bei der eingefrorenen Schranke friert sie auf einem Niveau ein, das vom Startsaldo aus gemessen wird. Der Puffer ist ein Betrag und kein Anteil, deshalb ist dort die Kontogröße eine echte Eingabe.

Bei den anderen drei skalieren alle Schwellen mit dem Risikofaktor. Die Kontogröße ist dann nur die Einheit, in der die Zahlen angezeigt werden, und verändert das Ergebnis nicht.

Die Kontraktgrenze

Mehrere Quellen nennen nur die Endpunkte einer Reihe, etwa „25k 2 Minis bis 150k 10 Minis". Dazwischen steht nichts, und dazwischen zeigt die Analyse auch nichts. Ein Wert zwischen zwei belegten Kontogrößen wird nicht geschätzt.

Das Verhältnis von Micros zu Minis ist außerdem nicht überall 10 zu 1. Manche Quellen nennen „Micros bis zur selben Stückzahl", andere 5/5, 10/10, 15/15. Wo die Quelle die Micro-Zahl nicht nennt, steht sie nicht da, und es wird nichts hochgerechnet.

Scaling ist nicht gleich Scaling

Unter „Scaling" führen die Quellen drei verschiedene Sachen, und nur eine davon ist ein Risiko:

  • Kontraktstufung. Die erlaubte Positionsgröße wächst mit dem Kontostand. Ein Stufenplan kann ein Konto töten, das ohne ihn überlebt hätte, weil die Position genau dann größer wird, wenn der Puffer am kleinsten ist.
  • Kontowachstum. Das Konto wächst, die Position nicht. Hier zu warnen wäre eine Falschaussage.
  • Kein Stufenplan. Die Grenze steht ab dem ersten Trade fest.

Was das Modell untertreibt

Mehrere Punkte wirken in dieselbe Richtung, und die Oberfläche nennt sie an der Zahl:

  • Wo nicht belegt ist, ob die Schranke am Equity-Hoch oder am geschlossenen Saldo hängt, wird der geschlossene Saldo gerechnet. Das ist die günstigere der beiden Lesarten.
  • Wo der Prüf-Takt nicht belegt ist, wird intraday vorbelegt.
  • Kommissionen, Slippage und Finanzierungskosten sind nicht abgebildet.

Alle diese Punkte wirken in dieselbe Richtung. Das Ergebnis ist deshalb zu günstig und nicht ungenau in beide Richtungen.