Schritt 5 · Kosten
Erwartete Kosten bis zum bestandenen Konto, der Breakeven über die gezogenen Reihen, und warum mehrere Konten die Chance nicht erhöhen.
Erwartete Kosten
Gerechnet wird der Erwartungswert über die nötigen Anläufe. Die Zahl der Anläufe ist der Kehrwert der Bestehenswahrscheinlichkeit; die Kosten je Anlauf sind Kaufpreis, Abobeiträge und Resets, die Aktivierung fällt genau einmal an, nämlich beim Erfolg.
Die Kosten sind nicht linear in p, sondern in 1/p. Bei kleinem p wird die Spanne dadurch stark unsymmetrisch, und eine Punktzahl allein täuscht eine Genauigkeit vor, die 1.000 gezogene Pfade nicht hergeben. Deshalb steht die Spanne bei plus/minus einem Standardfehler an der Zahl.
Der Mittelwert ist richtig; er ist nur nicht die Zahl, die jemanden aus dem Vorhaben wirft. Die Zahl der Anläufe ist geometrisch verteilt und damit stark rechtsschief. Was der Weg im ungünstigen Fall kostet, steht deshalb daneben.
Wenn Reihen am Horizont offen bleiben
Bleiben Reihen am Ende weder bestanden noch gerissen und führt das Modell sie als unentschieden, dann rechnet die Anlaufzahl auf den beendeten Reihen. Sie tut damit so, als hätten sich die offenen im Verhältnis der beendeten aufgeteilt. Das ist eine Annahme und kein Ergebnis, und die Kachel nennt in dem Fall ihren abweichenden Nenner.
Preisvarianten sind Produkte
Ein Modell kann mehrere Preisvarianten haben. Die sind verschiedene Produkte und keine Anzeigeoptionen: die Wahl fällt beim Kauf und ist danach nicht mehr änderbar. Die Analyse zieht deshalb keine davon nach oben.
Die Rückerstattung wird nicht abgezogen
Bei keiner der geprüften Firmen ist die beworbene Rückerstattung ein vertraglicher Anspruch. Sie hängt an einer Ermessensentscheidung, teils zusätzlich an einer aktiven Anforderung durch den Nutzer, und bei mehreren Programmen gibt es sie gar nicht.
Eine Anzeige, die sie stillschweigend abzieht, weist die Kosten systematisch zu niedrig aus. Sie steht deshalb getrennt daneben.
Der Breakeven
Gerechnet wird mit dem, was beim Trader ankommt, also nach Gewinnsplit, gegen die vollen Kosten. Wer die Entnahme gegen die Kosten rechnet, kommt systematisch zu früh auf Breakeven.
Die Zahl gilt für ein finanziertes Konto und nicht für eine Laufbahn. Reißt es, fällt in der Wirklichkeit eine neue Evaluation samt Kosten an, und die Bilanz kann wieder unter null gehen. Dieser Kreislauf ist nicht gerechnet. Solange er fehlt, ist „dauerhaft wieder drin" dasselbe wie „zum ersten Mal wieder drin", denn nach dem bestandenen Konto geht nichts mehr ab.
Zwei Skalen treffen dabei aufeinander: die Kosten sind ein Mittelwert über die nötigen Anläufe, die Auszahlungen die eines einzelnen Kontos. Die Streuung ist dadurch zu klein.
Drei Zahlen dürfen nicht zusammenfallen und werden getrennt geführt: Reihen ohne finanziertes Konto, finanzierte Konten ohne Breakeven, und solche mit. Wer die erste Gruppe in den Nenner nimmt, macht aus einer Quote über finanzierte Konten eine über alle Reihen. Beide sind richtig und beantworten verschiedene Fragen.
Wenn es arithmetisch nicht gelingen kann
Liegt die höchstmögliche Auszahlung über die ganze Lebensdauer des Kontos unter den Kosten, hilft kein günstiger Verlauf. Das ist etwas anderes als Pech, und die Ansicht sagt es eigens.
Wenn die Entnahme das Konto beendet
Bei manchen Konten bringt die Auszahlung selbst den Saldo auf oder unter die Schranke, ohne dass ein einziger Verlusttag nötig war. Diese Fälle stehen eigens da, weil sie sich sonst mit den gerissenen mischen.
Mehrere Konten gleichzeitig
Wer dasselbe Portfolio gleichzeitig auf mehreren Konten fährt, hat keine mehreren Versuche. Die Konten bewegen sich im Gleichlauf und bestehen zusammen oder reißen zusammen. Die Kosten vervielfachen sich, die Wahrscheinlichkeit bleibt stehen.
Die zweite Linie im Diagramm gilt nur, wenn die Konten wirklich Verschiedenes handeln: andere Strategien, andere Einstiegszeitpunkte, andere Risikofaktoren. Dasselbe Portfolio auf mehreren Konten erzeugt das nicht.
Daneben steht, wie viele Konten die Firma überhaupt erlaubt. Die Zahl der Evaluationskonten, die der finanzierten und die kombinierte Grenze stehen einzeln da, denn die kombinierte ist nicht die Summe: eine Firma nennt 10 und 5 mit kombiniert 10, also strenger als 15.